Vertrag von maastricht österreich bundeskanzler

Der Vertrag von Maastricht (offiziell Der Vertrag über die Europäische Union) ist ein Vertrag, der am 7. Februar 1992 von den Mitgliedern der Europäischen Gemeinschaften in Maastricht (Niederlande) zur Förderung der europäischen Integration unterzeichnet wurde. [1] Vom 9. bis 10. Dezember 1991 war dieselbe Stadt Gastgeber des Europäischen Rates, der den Vertrag ausarbeitete. [2] Der Vertrag begründete die Europäische Union und etablierte ihre Säulenstruktur, die bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Jahr 2009 bestehen blieb. Der Vertrag erweiterte auch die Zuständigkeiten der EWG/EU erheblich und führte zur Schaffung der einheitlichen europäischen Währung, des Euro. Zweck: interdependenz in Kohle und Stahl zu schaffen, damit ein Land seine Streitkräfte nicht mehr mobilisieren kann, ohne dass andere es wissen. Dies verringerte das Misstrauen und die Spannungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Der EGKS-Vertrag lief 2002 aus. Die Gegner des Vertrags behaupteten, es handele sich um einen “technokratischen” und nicht um einen “demokratischen” Vertrag, der die Souveränität der nationalen und regionalen Parlamente weiter schmälern und die Macht weiter in eine zentralisierte und unverantwortliche Bürokratie konzentrieren würde. Außerdem hätten fünf Bewerberländer der EU beilegen können, ohne die EU-Vorschriften zu ändern, und andere hätten individuell verhandeln können, was die Vertragsgegner zum Vorteil der Antragsteller gewesen wären. Sie behaupteten auch, dass der Vertrag von Nizza eine zweistufige EU schaffen würde, die Irland an den Rand drängen könnte.

[Zitat erforderlich] Die Gegner wiesen darauf hin, dass führende vertragsfreundliche Politiker zugegeben hätten, dass, wenn Referenden in anderen Ländern als Irland abgehalten worden wären, sie wahrscheinlich auch dort geschlagen worden wären. Der Vertrag von Lissabon stellt klar, welche Befugnisse: Die EU gehören und den EU-Mitgliedstaaten gehören, werden geteilt. Die Maastricht-Kriterien (auch Konvergenzkriterien genannt) sind die Kriterien für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in die dritte Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) einzutreten und den Euro als Währung einzuführen. Die vier Kriterien sind in Artikel 121 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft festgelegt. Sie erzwingen die Kontrolle über Inflation, Staatsverschuldung und staatsnotiertes Defizit, Wechselkursstabilität und die Konvergenz der Zinssätze. Die Befürworter des Vertrags behaupteten, es handele sich um eine utilitaristische Anpassung an schwerfällige EU-Verwaltungsmechanismen und eine erforderliche Straffung des Entscheidungsprozesses, die notwendig sei, um die Erweiterung der EU nach Mittel- und Osteuropa zu erleichtern. Sie behaupten, dass der Vertrag daher von entscheidender Bedeutung für die Integration und den künftigen Fortschritt dieser ehemaligen Ostblockländer sei. Viele Menschen, die für mehr Umfang und Macht des EU-Projekts waren, waren der Ansicht, dass es nicht weit genug ging und dass es auf jeden Fall durch künftige Verträge ersetzt würde. Die Befürworter unterschieden sich in dem Ausmaß, in dem die Erweiterung ohne den Vertrag verlaufen sein mag: Einige behaupteten, dass die Zukunft des Wachstums der Union – wenn nicht gar die Existenz – auf dem Spiel stehe, während andere sagten, dass die Erweiterung ohne sie rechtlich hätte verlaufen können – wenn auch in einem langsameren Tempo. Der Vertrag schuf auch die so genannte Säulenstruktur der Europäischen Union.

Die Europäische Union beruht auf Rechtsstaatlichkeit. Das bedeutet, dass jede Maßnahme der EU auf Verträgen beruht, die von allen EU-Mitgliedstaaten freiwillig und demokratisch angenommen wurden.